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Mein Name ist Bernhard Kretz. Ich bin geboren und aufgewachsen in Giengen an der Brenz, einer Kleinstadt in Süddeutschland. Ich bin ein Erzähler. Ich erzähle Geschichten mit den Stilmitteln und Instrumenten der Elektronischen Musik: Synthesizer, Sequenzer, Sampler und Vocoder.
Anhand dieser Seiten können Sie ein wenig über die Hintergründe der Elektronischen Musik erfahren; Sie können lesen, wie überraschend weit zurück in die Vergangenheit die Wurzeln dieser Kunst reichen. Sie können etwas darüber erfahren, wie es in der Frühzeit der Elektronischen Musik zuging und welche teils seltsamen und abseitigen, aber auch weitsichtigen Entwicklungen es gab. Und Sie können natürlich auch etwas über meine Arbeit in diesem Zweig der Kunst nachlesen.
Heutzutage beschreibt der Begriff Elektronische Musik eine ebenso unübersichtiche wie unüberschaubare Vielfalt an verschiedensten Musikstilen. Von avantgardistischen, experimentellen Musikrichtungen (deren Ursprünge bis in die 1920er Jahre zurückreichen) über den Synthiepop der 1970er bis zu House, Drum & Base, verschiedensten Dancefloor-Richtungen, Chillout und Lounge.
Klangfarben, Klänge und Töne kreuzen sich ständig. Es entstehen unablässig hybride und amorphe Varianten. Alle Stilrichtungen aus unterschiedlichsten Kulturen mutieren unablässig. Elektronische Musik ist heute überall. Um einen Eindruck zu vermitteln, warum ich diese Seite betreibe und wie ich elektronische Musik erkläre, möchte ich Herrn Klaus Weinhold zitieren, ein engagierter Avantgardist in der deutschen Elektronischen Musik. Er hat in sehr treffenden Worten die charakteristischen Eigenschaften von Musik im Allgemeinen beschrieben:
"Ist jedoch das Eigentliche, das erklungene Objekt, die Töne, die Klangfarben, die Instrumente beschreibbar und damit beschrieben worden? Oder ist dieses sinnliche Klangerlebnis nur zu verstehen, indem es sich einer Beschreibung und damit einem Feststellen und Festhalten ständig entzieht? Ist das nur Hörbare und offenbar nicht Begreifbare in begrifflichen Worten fassbar? Die Antwort muss lauten: Nein! Beschreibbar sind vordergründig konstituierende Elemente, Superstrukturen, Themen, Entwicklungen, Bewegungen, Gesichtsausdrücke, ja sogar "Tränen in den Augen". Aber das Zentrale, der Klang, entschwebt einer Beschreibung, er ist nur "realtime" vorhanden und entzieht sich allem außer einer im Moment wahrzunehmenden sinnlichen Erhörung. Die beschreibenden Begriffen stellen fest, bleiben, sind nachvollziehbar, der Klang entzieht sich, unstetig, ständig entschwebend."
Diese Eigenschaft der Musik - ihre Unbeschreibbarkeit also - ist mir Motivation, diese Seiten zu betreiben. Wer auch immer an meiner Musik interssiert ist, oder daran Gefallen findet ... der muß sie eben hören. Genau dies wurde nun möglich. Ich wünsche Ihnen eine vergnügliche und kurzweilige Zeit hier.
The Palatin Project
Bernhard Kretz
July 2008
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